Wettkämpfe und Berichte 2017

Wettkampfberichte aus dem Jahr 2017:

RLT 50 KM Ultramarathon
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Am Samstag den 28.01. fand der 18. 50KM Ultramarathon des RLT Dudenhofen statt und ich war glücklicherweise mit dabei 🙂
Da mein Onkel mich bei sich schlafen ließ, bin ich schon am Freitag bin nach der Arbeit nach Nieder Roden, eine Ortschaft neben Dudenhofen, um am Samstag ausgeruht an den Start zu gehen. Um 08:30h war ich dann auch da und habe sehr schnell meine Startunterlagen in der Hand halten können. Als kleinen Bonus On Top gab es sogar einen Schlaufenschal (BUFF) vom RLT dazu. Genail! Nachdem ich nun also meine Sachen hatte hieß es, den Starbereich ausfindig machen der etwa 1KM entfehrnt lag. Dort angekommen durfte ich feststellen das man dort keine Möglichkeit hat seine Tasche abzustellen und mir wurde gesagt, ich solle wieder zurück gehen. Dort nehme man gerne meine Sachen entgegen und achte auf meine Wertgegenstände. Naja, es war ja noch Zeit und somit machte ich mich wieder auf den Weg. Nach etwa 200m lief ich aber glücklicherweise der Jamie und zwei ihrer Freunde entgegen bei denen ich meine Sachen ins Austo legen durfte. Doppelte Freude: Nicht nur das ich jetzt einen Ort hatte um meine Sachen sicher zu deponieren, ich war auch nichtmehr alleine vor Ort. Bis zu diesem Augenblick sah es nämlich trotz ein paar weiteren Anmeldungen so aus als wäre ich der einzige vom OCR Frankfurt, der heute an den Start geht.

Dann kann es j50741-nw_170128_1220-24a los gehen:
Mit einer kleinen Verzögerung, weil der Veranstalter noch auf ein paar Läufer wartete die sich warm machten, ging es dann etwa um 10:00h los. Ab jetzt bloß noch 50KM. Naja, nicht ganz. Ich Teilte mir mein erstes geistiges Ziel in 15,3KM ein. Ab diesen Zeitpunkt sollte das erste Gel geöffnet und das erste Wasser getrunken werden. Bis zum ersten buchstäblichen Zwischenfall sollte es aber nicht so lange dauern. Auf KM 2-3 (kurz nach der Wendepunktstrecke) lief einer von der linken Seite auf die rechte Spur um einen anderen zu überholen. Leider lief er dabei ohne zu schauen direkt vor meine Füße und stolperte, konnte sich aber vor dem Sturz retten. Eine kleine Unterhaltung und eine Entschuldigung von beiden Seiten klärte die Sache aber schnell und wir liefen beide in unserem Tempo weiter.

Runde 2: Zwischen KM 3 und 4 während ich mir gerade Gedanken darüber machte wie ich mich bei den Runden am Ende nicht verzähle sprang plötzlich ein Reh 10m vor mir quer über die Laufstrecke und verfehlte zwei vor  mir laufende nur knapp. Was ein Anblick dachte ich mir. Wäre ich kein Ultraläufer, wäre mir das heute entgangen. Das ausgerechnet jetzt ein Bambi meinen Weg kreuzt wo ich mir Gedanken machte das heute alles funktioniert war für mich ein Zeichen das heute alles klappen wird. Ein Energieschub und eine Belohnung für all die Anstrengung die heute noch folgen werden. Also, ab in die nächste Runde.

Runde 3: Die Läufer treffen sich. Die schnelleren Läufer fingen an die langsameren zu überrunden. Leider liefen die langsameren Läufer/innen nebeneinander her, sodass ein Überholvorgang  nur schwer machbar war. Zum Glück legte sich diese Situation aber bald wieder und man konnte sauber seine Pace laufen.50832-nw_170128_1240-23

Runde 4: Mein erstes Kohlenhydrate-Gel wurde nun vernichtet und im Anschluss gab es den ersten Becher Wasser. Nur schwer bin ich durch die stehenden Teilnehmer zum Wasser gekommen. Die Läufer hier haben scheinbar nicht so ganz verstanden das es sich hier um eine Verpflegungsstation handelt und nicht um einen Rastplatz, dachte ich mir im weiter laufen. Naja, egal. Weiter gehts und noch liege ich gut in meiner Zeit. Mein ungebrochenes Ziel war es zu dem Zeitpunkt noch die 50KM Marke in spätestens 3h 50min 00sek erreicht zu haben. Lets RUN.

Runde 5: Ich lag noch in der Zeit. Gut so! Abschalten und weiter gehts. Diese Runde ist ganz aus meinem Bewusstsein verschwunden. Ich kann mich noch daran erinner das ich kurz zu mir kam und mir die folgenden Sätze dachte: Gleich habe ich die Hälfte geschafft und Gleich müsste ich Jamie und Martin überrunden (Martin ist ein Läuferkollege, der den Pacemaker für Jamie machte).

Runde 6: Energie-Gel, Wasser und RUN. Kurz nach der Verpflegungsstation sah ich die schon erwartete T-Shirt Aufschrift OCR FRA und damit war die Jamie jetzt sehr nah. „Jetzt wird überholt. Nein, jetzt wird überrundet“. Natürlich machte ich ganz in meiner aufgedrehten Art auf mich aufmerksam. Was ist denn hier los? Ihr seid nicht zum Wandern hier. Fangt an zu laufen! Das ist kein Wanderausflug!  Mit etwa diesen Worten zog ich an ihnen vorbei. Die Jamie reagierte darauf leicht generft und Martin entgegnete mir das er mich erst in 2 Runden erwartet habe. Ich würde überpacen und solle langsamer machen. Doch das brachte mich nicht aus der Ruhe. Ich wusste, mit meiner Strategie kann ich nicht überpacen. Im Gegensatz zu den Sprintdistanzen bis zum Halbmarathon bin ich hier zuhause.

16387009_422102538121444_8659771015405695139_nRunde 7-10: Es geht dem Ende zu und ich lasse jetzt bloß noch laufen. In Runde 7 stolperte ein Läufer über seine eigenen Füße und legte eine akrobatische Meisterleistung hin. Er rollte sehr sauber ab und stand sofort wieder auf den Beinen. Respekt, Kollege! Auf meine Frage ob alles oke sei antwortete er mit einem Lächeln, ja. Super, weiter gehts! Die kleinen Downhills, wenn man sie so nennen mag waren plötzlich wie Urlaub und die kleinen Anstiege fühlten sich plötzlich nicht mehr so klein an aber gleich war es ja geschafft. Kurz vor Runde 8 sah ich, das ich optimalin der Zeit lag aber mein mathematisches verständinis war im Moment alles andere als verlässlich und damit ging es einfach weiter. Meine Platzierung? Egal! Meine Zeit? Hmmm…. ja, ne, Blaubeereis! Die Rechnung stellte ich dann wieder zu Runde 9 ein. Ich müsse eine 6er Pace laufen um mein Ziel zu verfehlen und aktuell war ich bei einer 4:30er. Also ab jetzt 1,5min langsamer pro kommenden Kilometer werden. Ich war safe. An den folgenden beiden Verpflegungshalten blieb auch ich Mal etwas ruhiger und trank den Becher noch vor Ort aus. Es war ja Zeit. In Runde 10 war ich dann am entspanntesten. Es war Zeit und so lief ich auch. Kein Stress, kein Sprint und dann ging es richtung Ziel. Die Uhr sagte mir etwas was ich selbst kaum glauben konnte. Wenn ich jetzt einen Schritt schneller lief, dann hätte ich eine Zeit von 3:45:00 und damit 5min schneller als geplant. Genau das Tat ich auch. RUN….ZIEL…FINISH. Geil, ein schöner Lauf und ein gelungener Start ins Jahr 2017.

Halbmarathon in: 1:31:32
Marathon in: 3:06:40
50KM in: 3:45:00 // Pace: 4:30 (4:29,9)

 

Wettkampfberichte aus dem Jahr 2016 findest du hier

 

4 Gedanken zu „Wettkämpfe und Berichte 2017

  1. Hola Alfonso! muchisimas gracias por compartir el código. ¿Cómo tendría que hacer si quiero que al usuario le llegue un mail de cofanrmición una vez enviado el form? Desde ya muchas gracias.

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