Wettkämpfe und Berichte 2016

Wettkampfberichte aus dem Jahr 2016:

Berichtlos gelaufen:
10.09 bis 11.09 – 24h Staffel-Spendenlauf in Dudenhofen (Rodgau)
29.10.                 – 42,195km Hindernislauf Iron Viking (Wächtersbach/Frankfurt a.M.)

Gelaufene:

03.12.2016 Getting Tough The Race – Mission gelbes Band

15289187_395788747419490_8946118537076632115_o

Mein erster Hindernislauf mit Temperaturen bei denen man eigentlich nur vor dem Feuer am Kamin sitzen möchte war ziemlich genau am 03.12.2016 um 10:20 Uhr in Rudolstadt. Das Termometer schwankte zur Startzeit noch so zwischen minus6 und minus5 Grad Celsius und schon 200m nach dem Start ging es das erste Mal ins eiskalte Wasser. Im Grunde doch sehr angenehm, denn die erste und schwierigste erste Überwindung ins Wasser zu gehen war damit schon vollbracht bevor man sich Gedanken darum machen konnte. Leider habe ich beim verlassen des Grabens keinen Halt im gefrorenen Boden gefunden und dadurch eine Menge Zeit verloren. Meine selbst auferlegte Mission das gelbe Band zu erhalten, welches man nur unter den ersten 250 von 3200 Teilnehmern bekommt war damit sehr stark in die Unmöglichkeit gerutscht. Ich muss damit wohl schon zu Anfang in den Bereich zwischen Platz 2000 und 2500 gelandet sein und der Engpass, welcher einen Überholvorgang für mehrere Hundert Meter unmöglich machte, verbesserte weder meine aktuelle Laune noch diese Situation. Doch das gelbe Band wollte ich haben und damit bin ich schon in der ersten Möglichkeit an den Teilnehmern vorbei gerannt. Bald kamen dann auch die ersten 2,5m hohen Holzwände die es zu übeno4rwinden galt. Kein Problem, etwas Anlauf, ein Sprung und rüber mit dem gefrorenen Körper. Die Reihenfolge wann wo und welche Hindernisse kamen ist mir entfallen. Meine Gadanken drehten sich nur darum ob ich es noch schaffe bis zum Punkt X genug Teilnehmer hinter mir zu lassen um meine Mission zu erfüllen. Irgendwann kam auch noch ein Moment, der auf Youtube bestimmt gut angekommen wäre. Wir sollten einen Reifen über eine bestimmte Distanz, über Hügel und vereisten Boden tragen. Nunja, das Ende vom Lied war das ich mich hinlegte und der mein Reifen mit immer schneller werdender Geschwindigkeit dn Berg runter rollte. Ich rannte zwar hinterher aber einholen konnte ich ihn nicht mehr. Weg ist weg!! Also auf wieder zur Strecke und für die Fairness langsm mit einem Teilnehmeer in seiner Geschwindigkeit den Rest der Reifendistanz laufen. Sehr viel bergauf und bergab machte uns auch im Anschluss zu schaffen und erstmal kamen so gut wie keine Hindernisse mehr. So etwa 16 Kilometer passierte hierbei nichts wirklich nennenswertes außer natürlich die Kälte. Irgendwann kam ich an einen weiteren Wassergraben, tief bis zur hüfte und kalt wie ein Gefrierschrank aber davor geschah noch etwas woran ich selbst nicht mer glaubte….. Man gab mir das gelbe Band. Um dieses auch behalten zu dürfen, musste ich nun jedes Hindernis schaffen. Hangeln mit eingefrorenen Händen, probiers doch Mal ? Dann ging es Schlag auf Schlag. Wir durften über Feuer springen, eine Sprossenwan hoch klettern, durch Betonrohre griechen und Sandsäcke schleppen. Distanz zwischen den Hindernissen? Nicht nennenswert! Ein Wasserhindernis folgte dem nächsten. Wohlbemerkt bei immer noch Minusgraden. Der Anfang schien dabei echt wie Urlaub, denn die wahre Tortour war das Freibad. Sieben Holzstämme unter die man durchtauchen musste. Absolut durchgefroren und desorientiert suchte ich nach diesem Hindernis die Leiter aus dem Becken und rannte sofort weiter. Primäres Ziel jetzt: Behalte dano5s gelbe Band! Genau so stand ich dann auch beim nächsten Hindernis als wir über ein Wasserbecken hangeln mussten. Meine Hände waren noch immer kalt und damit blieb ich erstmal auf der Start-Plattform stehen. Ich überlegte mir wie ich es schaffen sollte ohne ins Wasser zu fallen. Dann die Erleuchtung. Ich hangelte erstmal drauf los und als ich merkte das ich, sollte ich noch einmal eine Hand von der Stange nehmen falle, entschied ich mich dazu meine Beine überkreuzt auch über die Stange zu legen und nicht mit den Händen sondern mit der Ellenbogenbeuge mich festzuhalten. So bin ich dann bis zur anderen Seite geklettert, ging wieder in die Ausgangsposition und schwang mich auf die nächste Plattform. Alleine das warten hat wieder sehr viel Zeit gekostet aber für mein Ziel war die Zeit jetzt egal gewesen. Im Anschluss durften wir wieder eine schönes Stück laufen und uns dabei aufwärmen oder zumindest Theoretisch. Ab hier fingen dann meine Krämpfe an, die ich erstmal noch durch Dehnübungen in den Griff bekam. Als sie dann wieder einsetzten versuchte ich es zu ignorieren, doch bei jeder Mauer die dann kam, bei jedem Reifen und bei allen weiteren Hindernissen wurden die Krämpfe schlimmer. Teilweise war es nicht mehr machbar gewesen weiter zu laufen…. Gehen war die Hölle aber man kam wenigstens voran. Bald kamen dann Ein paar mit Wasser gefüllte Container bei denen man welch wunder auch wieder ganz untertauchen musste um weiter zu kommen. Also gib ihm und weiter. Das mit Wasser geflutete nächste Griechhindernis machte meine Krämpfe im übrigen auch nicht besser und waren mittlerweile an so vielen Stellen gleichzeitig das ich es niemals geglaubt hätte, hätte ich es nicht selbst erlebt. Jetzt kamen aber so langsam die letzten Hindernisse, wie eine Holzwand mit Wasserfall, ein seeeeehr hohes Baugerüst (natürlich ohne Leiter), Autos über die man drüber durfte, eine Menge Hindernisse unter die man durch durfte, ein bisschen was zum Hangeln, Elektroschocks und sowohl Mauern als auch gestapelte Traktorreifen über die man drüber durfte ach und Wassercontainer. selbst 5m vor dem Ziel war man vor Hindernissen nicht befreit und meine Krämpfe machten ein weiterkommen fast nicht machbar. Ein Teamkollege hat mir dann noch bei den letzten Metern geholfen. Zum Schluss waren meine Beine einfach nur durch und ich selbst war wohl schon recht kühl, denn selbst im Wärmezelt brauchte ich noch locker 30min um mit dem Zittern aufzuhören. Ob ich es wieder machen würde? Ja. Leider passt mir das aber zeitlich nicht so ganz, womit das dann wohl mein letztes Mal bei diesem Race war. Auf jeden Fall ist das aber empfehlenswert mal mitgemacht zu haben.

no1


21. August > Rats Runner (OCR) 20km

 

14102566_341952186136480_3816241725394469217_n                       14068075_341952166136482_7530342108891002097_n

 Der letzte Rats Runner 2016! Nun ist auch der letzte Lauf der Rats Runner Serie vorbei und damit hat wohl einer der schönsten und vom Preis- Leistungsverhältnis besten Laufserien seine Tore für 2016 geschlossen. Der letzte Lauf war für mich auch der erste Lauf an dem ich wirklich powern durfte. Den Spendenlauf habe ich hinter mir gelassen, das Training dafür ist rum und ein paar Tage Regeneration konnte ich mir nach dem Lauf leisten. Grund genug um die letzten 2:50min einzuholen, die mir auf den dritten Platz gefehlt haben. 3 Wochen nach dem 420km Lauf war ich zwar noch nicht voll da aber egal. Power ist power!

 

13:30 Uhr PENG! Der StarRats Runners Urban Run Weißenburg 2016tschuss fiehl sehr pünktlich und alle rannten los. Rechts von mir ein OCR Kollege und (ehre wem Ehre gebührt) der aktuell Führende auf der deutschen OCR Liste (Deutscher Meister) und links von mir… ein scheinbar extrem starker Läufer. Sein Ziel wurde noch am Start klar definiert und besprochen, er wollte als Serien-zweiter finishen. Auf dem ersten Kilometer sah auch noch alles so aus als könnte ihm dieses Vorhaben keiner nehmen. Das erste Hindernis, aufeinander gestapelte Europaletten haben wir beinahe zeitgleich überwunden und dann ging es direkt nacheinander in und durch ein LKW. Dieses Tempo war doch sehr entspannt und weiter ging es. Nun mussten wir 2mal unter Netze am Boden lang robben die nur wenige Meter voneinander entfehrnt waren. Keine 100m weiter kam dann schon das nächste Hindernis, ein Bauschuttcontainer mit… Genau, Bauschutt ? . Wer dachte das es das schon mit den Hindernissen war, der hat sich geirrt. Ein paar Hundert Meter weiter kam dann schon der nächste LKW durch den wir rennen durften. In diesem LKW waren allerdings Metallboxen als Hindernis aufgebaut. Hehe, ein Hindernis im Hindernis. Direkt im Anschluss kamen dann gestapelte Heuballen über die es zu klettern galt. Jetzt kam für mich das härteste Hindernis, mein Magen. Im grunde war ja alles cool aber ich musste mal wo hin. Toll! Egal, die 10km werden jetzt gefinisht und der Teamsieg wird geholt. Leider konnte ich nun nicht mehr so powern wie ich es vor hatte. Also, als weiter. Auf den nächsten Metern passierte nichts mehr. Wir verließen das Dorf, rannten über Feldwege, mussten einen Bach durchqueren um auf die andere Seite zu gelangen und 2mal durften wir diesen Bach auch einer weile lang längs durchqueren. Wer14063860_341952149469817_4383712903172381411_n das schonmal gemacht hat, weiß das es sehr sehr holperig sein kann. In einem Fall war nicht alleine das die schwierigkeit. Nein, wir durften auch den Fluss durch einen Tunnel folgen. Mensch war das eine lustige und stolperige (geiles Wort, gibts das überhaupt?) angelegenheit in dieser Dunkelheit. Ps: Es drückt, ich muss immer noch und bin ja grad im Wasser…. aber ich habe ja anstand. Also, schön weiter bis zu den nächsten Hindernissen. Diese Hindernisse waren so einfach wie genial. Wir durften über Haufen aus Steinen, Kies, Sand und was man sonst noch so auf nem Bauhof finden kann. Da es zwischenzeitlich geregnet hat wie aus Eimern waren diese Hindernisse teilweise auch noch sau schlammig. Dafür das ich mit Asphaltschuhen unterwegs war, war dies keine optimale Bedingung. Egal, weiter! Meine Sohle bestand nur aus Schlamm und bis das weg war konnte ich leider nur gehen. Mist. Ps: Ich muss immer noch! Auf zu den nächsten Hindernissen, doch bis dahin wieder ne Weile rennen. Weiter gehts und hey, da ist ja das Dorf wieder. Einen kleinen Hügel hoch, durchs Dorftor rennen und ab richtung Ziel der 10km. Doch bis dahin kamen dann noch weitere Hindernisse. 2 Wassercontainer die man entgegen der gewohnheit dicht durchlaufen sondern durchtauchen. Da hab ich doch gleich mal 2 Personen vor gelassen bis ich die Überwindung gefunden habe ins ungewisse zu tauchen (kein Plan wie 14100437_341952082803157_4238721972405029934_nweit wir mussten und den Kopf wollte ich mir nicht anhauen). Beim zweiten Container ging es dann aber besser und tja, damit fertig ging es in den nächsten Container. Dieser war mit Sand gefüllt und dort war ein Netz drüber gespannt damit man da wieder nur robbend durch kam. Also weiter. Wieder ging es durch ein LKW mit Metallboxen und dann die letzten wenigen hundert Mewter ins Ziel. Gerettet und jetzt aufs WC… oder doch, oder ne? Naja, 10km gehen ja noch. Also in die 2te Runde gestartet bei der ich dann aber doch mal für ein paar Minuten in den Wald verschwand. Dritter werde ich sicher nicht mehr aber Spaß haben kann ich ja immer noch ?

Als die Seriensieger dann aufgerufen wurden und beim dritten nicht mein Name gefallen ist, war ich schon sehr enttäuscht.

Dafür hat OCR FRA super abgeräumt:
Platz 1 – 10km Frauen II (Silke – erster OCRun)Platz 3 – 10km Frauen I (Viktorija – Hat den Platz gebucht)
Platz 1 Hardboys 20km (Marjan – Bester OCRunner in GER)
Platz 3 Hardgirls 20km (Esther – erster OCRun)
Platz 2 Rats 1okm (Fabian S. – Da stand sicher schon sein Name)

Teamwertung 1. und 3. Platz

Serienwertung: 20km – 1.Platz Marjan / 2.Platz Ich14068059_341952279469804_23266793713506169_n
10km – Woman Viktorja
10km – Herren Fabian S.

Achso, ja. Ich habe es nicht auf den dritten Platz der Serie auf 20km geschafft aber auf den zweiten ? Von Enttäuschung zur Freude in 3 sek.

.

.

 


17. Juli > Rats Runner (OCR) 20km

13912706_333309757000723_3516176465130704584_n

Der letzte Wettkampf vor dem großen Lauf! Mit diesen Lauf habe ich nicht nur den letzten Wettkampf vor dem großen Lauf gestartet sondern auch eine Super vorbereitung für eben diesen erfahren. Eine Vorbereitung für meinen Spendenlauf, der schon eine Woche später stattfinden soll und genau so habe ich diesen RatsRunners auch gesehen. Dieser Lauf hatte es geländetechnisch echt in sich. Es ging über einfache Grünflächen mit einer Menge unebenheiten bis hin zu dichten Walspassagen. Nur eines fehlte dort oder wäre halt einfach fehl am Platz, mein geliebter Asphalt.

Gleich nach dem Start ging es direkt zu einem Downhill der es in sich hatte. Die unebenheiten in der Wiese konnte man nicht immer sehen und der Downhill erlaubte es einem auch nicht langsam zu laufen 13872879_333309483667417_7051499247498860965_nso dass man jeden Schritt erst beim Aufsetzen kontrollieren konnte. Nach dem Downhill ließen aber die ersten Steigungen, weitere Downhills und das erste Hindernis, bestehend aus einer Matschsuhle nicht lange auf sich warten. Bald darauf ging es in den Wald, der für uns vom OCR Frankfurt ein Heimspiel war, für andere war das aber ein einziges Hindernis. Auch im Wald gab es strecken die nur mit Hilfe eines Seils zu bewältigen war, ein Abschnitt an dem man gezwungen war zu gehen weil der Untergrund zu sehr nachgegeben hat (Schlammloch). Doch auch die Verwurzelung im Wald hat es in sich gehabt, so sehr sogar das ein Teilnehmer nach einem Unfall von Sanitätern aus dem Wald gebracht werden musste. Hoffentlich hat er sich wieder gut erholt. Aus dem Wald draußen ging es wie so oft weiter über Singletrails und an die nächsten Steigungen, schon um den Wald zu verlassen musste man eine schwer zu überwindende matschige Steigung schaffen. Doch dann kamen auch weitere Hindernisse wie z.B. meterhohe gestapelte Strohballen, Schlammbehälter mit anschließenden behältern voll Sägespänen und einem ewig langen matschigen Anstieg der das Ziel einleitete. Doch das war eine miese Täuschung. Zwar gab es am Ende dieses Anstieges eine natürliche Rutsche die eine super Abwechslung zum Laufen darstellte aber ein Ziel war da noch lange nicht. Erst nach weiteren Malen auf und ab kam dann das Ziel. Wer wie ich die 20km angreifen wollte, der durfte jetzt diesen ganzen Spaß ein weiteres Mal erleben.

13892308_333309783667387_3647308353939136816_n.

.

In den Wertungsklassen hat der OCR wieder mit 2maliger Teamwertung (Platz1 und 2), einmaliger Damenwertung (Platz 1), einmaliger Frauenwertung (Platz 1) und derHerrenwertung (Platz 1) gepunktet.

.

.


26. Juni > Rats Runner (OCR) 20km

augsburg_16_1698

Eigentlich wollte ich den RatsRunner in Augsburg für das optimale Training des Spendenlaufes nicht mitmachen, doch wie es bei einem leidenschaftlichen Hindernisläufer nunmal ist, ich war am Start. Es war eine sehr coole 10km Strecke, welche in einer Acht angeordnet war und für alle 20km Läufer (also auch mir) 2 Mal abgelaufen werden durfte. Schon auf den ertsten 100m Kam das erste Hindernis, bekannt unter Monkeybars (Hangeln) ging es über einen mit Matschwasser gefüllten Container. Generell augsburg_16_1702waren die Hindernisse sehr gut verteilt und es kam selten vor das mehrere Hintereinander waren. Auch die Natur wurde ideal mit eiungebunden, sodasss wir über Steile Schlammbelegte Hänge hoch und runter rennen durften und ein paar mal durch einen Fluss warten durften. Es gab Wald-, Asphalt-Abschnitte und eine Strecke für Mountainbiker bzw Crossbikes zu laufen. An sich war diese Strecke also der Hammer und sehr sehr Abwechslungsreich. Die erste Runde bin ich gemütlich in einer kleinen Gruppe gelaufen an der ich mich oprientieren konnte, doch nach 7km startete mein Körper langsam durch und ich konnte endlich das Tempo anziehen. In den nächsten 3km wurde ich damit dann immer schneller und konnte meine Pace dann in der zweiten Runde erreichen. Also wieder Hangeln und ab aufs Feld. 2 Läufer hinter mir haben mich jetzt als Pacemaker ausgemacht was mich bei meinem Lauf nur bestärkte. Ich bin die beiden, welche auf Platz 8 und 9 liefen nicht los geworden und auch bei meiner Königsdisziplin den Hindernissen bin ich sie nie wirklich los geworden. Sie haben gekämpft und an ihren Aussagen habe ich aber gehört das sie längst an ihrer Grenze waren. Als wir dann an einem Fluss waren, den wir quer durchlaufen mussten und ich desöfteren mal wegen des weichen Bodens und der Löcher im Boden gestolpert bin, dachte ich sie haben mich jetzt. Einer der beiden ist dann intelligenterweise am Rand gelaufen was aber auch nur für wenige Meter möglich war, ihn aber trotzdem einen guten Vorsprungg verschief. Am Ufer angekommen musste ich erstmal auf allen vieren griechen, ich war durchgefroren augsburg_16_1708und fertig aber die beiden waren immer noch da. Jetzt hieß es aufstehen und weiter rennen, bestärkt durch die Aussage einer meiner Verfolger „mist, der zieht ja schon wieder an“. Beim nächsten Hindernis hieß es dann beißen und powern, denn auch meine Verfolger waren geschwächt und genau dort habe ich sie dann abgehhängt. Ich konnte einige Meter gut machen und habe diese weiter ausbauen können. Da ich die komplizierteren Hindernisse bereits durchgelaufen bin ( in dert ersten Runde) wusste ich wie ich was anzugehen habe und konnte daas Rennen biss zum Schluss durchziehen. Die genze Zeit als Siebter und ich konnte noch sehr viele 10km Läufer/innen einholen, die mir auf Zurufe auch an den engeren Stellen Platz machten. Also, jetzt ein Sprint hinlegen, die letzten Kilometer bis ins Ziel uuuuuuund als 5ter durch. Wo waren die anderen beiden? Habe ich sie überholt ohne es zu merken? Haben sie aufgegeben? Kein Plan! Egal! Für mich war der Lauf nur ein Trainingslauf der in 2std absolviert werden sollte. Es wurden 1std und 50min und damit hätte ich auch langsamer machen können. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, im Wettkampf wäre viel mehr drin gewesen.

Gesamt Platz 5 / Team Platz 1 / Zeit 1:50 / Farbe Orange

 

08. Mai > Rats Runner (OCR) 10-14km

13173536_10207588415887550_5026522802945131219_o

Nun war es endlich so weit. Exakt eine Woche nach dem letzten Wettkampf (Nieder Erlenbach) stand der erste offizielle OCR Lauf 2016 für mich an. Nach 22 Tagen mit einem Marathon, einem 10km Wettkampf, einem Fitnesstest und jetzt dem RatsRunners bin ich eigentlich schon durch. Mein Körper sagte mir bereits am Mittwoch, Leistung kannst du bringen aber erwarte bitte keine Hochleistung mehr von mir. Egal, schon seit Ende letzten Jahres freue ich mich darauf wieder bei einem OCR an den Start zu gehen. Da war es mir gleichgültig wie gut die Leistung ist, so lange ich diesen Lauf leisten durfte.

 

Am Start standen wir nun also mit über 20 OCR FRA´s einige ohne Wettkampferfahrung in diesem Bereich, wie z.B. Jamie von The RUN to JAMIE die auch einen super Bericht über ihr erstes Mal verfasste und andere die einen sehr großen Erfahrungsschatz mitbrachten und regelmäßig die Kombination aus Hindernissen und Laufen trainier(t)en.

13165950_291916264473406_7950585235370084654_nSTARTSCHUSS: Wir starteten aus einem Käfig heraus, ganz nach dem Motto „Die Ratten müssen ausbrechen“ und es ging direkt einen steilen Hang nach oben. Wer sich im Vorfeld nicht richtig aufwärmte war hier wohl schon aus dem Spiel und so trennten sich direkt die starken von den schwachen Läufern. Oben angekommen erwartete uns der erste Wassergraben. Bis über die Hüfte durch das kühle Nass laufen war heute aber eher Erholung als Hindernis und so ging es frisch getankt weiter. Mehrere Hügel erwarteten uns hier, steil genug das sehr viele Läufer das Gehen anfingen und ohne Mühe die Pace beim Abwärtsgang reinholten. Ohne Hindernisse ging es nun ein paar Kilometer weiter bis zur ersten und letzten Getränkestation. Zwischenzeitlich ist mein linker Fuß mal eingeschlafen. Warum? Kein Plan! Die Schuhe waren ausgiebig getestet, nur die Socken waren beim Trail noch nie getragen. Nach der Getränkestation kam dann auch direkt die zweite Bach-durchquerung, die nächste Erholung. Wo bleiben eigentlich die ganzen Hindernisse? Doch bevor ich mich das zu Ende fragte sah ich diese Bereits und freute mich. Wasser und Hangeln, ne geile Kombi bei der wir erst ein paar Meter hangeln durften und sofort im Anschluss durch mehrere Wassergraben durften die an Erdhügeln endeten, was das herauskommen leicht erschwerte. Übers Feld ging es dann mit ein paar Steigungen direkt weiter zu Kilometer 8. Freude, jetzt wird gerockt. Kurz darauf wieder eine Getränkestation. Daran vorbei, noch ein paar Hundert Meter uuuuund …. Moment, hier warst du doch schon. Alles was jetzt passierte ist schwarz, ich war generft. Die Strecke war nicht richtig gekennzeichnet und ich bin von Kilometer 8 wieder zu Kilometer 6 gelaufen und von da aus wieder zu Kilometer 8. Beim 2ten Versuch war diese dann auch gekennzeichnet. Ich bin diese 4 Kilometer gerannt, ohne Rücksicht auf Verluste. Andere Läufer wurden zu Hindernissen und notfalls wurden diese weg getakelt. Beim 2ten Mal wieder an der Getränkestation war diese gesperrt. Ich sollte vorhin rechts herum und nicht links. Hätte mir ja mal einer sagen können! Ab in Richtung Ziel und die letzte Hindernisstation nehmen. springen, klettern, kriechen, klettern, rutschen, rennen uuund Ziel. 14km in einer Zeit von 1:14min. Ärgerlich da das Ganze als 10km Lauf gewertet wurde. Der Organisator räumte aber diesen Fehler ein und gab mir eine Gutschrift von 11min. 4km in 11min? Klingt nach Weltrekord im OCR-Bereich. Naja, kann man nichts machen. Besser als nichts.

 

Am Ende holten wir trotzdem in der13124898_291895941142105_7420403328897568961_n

Mannschaft OCR Frankfurt 1 den ersten Mannschaftsplatz
(Christoph S., Andy D., Fabian S. und ich)

Mannschaft OCR Frankfurt 2 den zweiten Mannschaftsplatz
(Pascha M., Viktorija J., Jens und Mirco S.)

Herren gesamt 2. Platz (Fabian S.)

Damen AK-1 gesamt 2. Platz (Lisa J.)

Damen AK-2 gesamt 2. Platz (Viktorija J.)

 

Glückwunsch an alle aus dem Team OCR FRA für eure Zeiten, Platzierungen, Finishs und Teilnahmen.

Ihr seit einfach die geilsten!!!

(Klick auf die Bilder um diese in einer besseren Qualität zu sehen.)

 


 

 

01. Mai > Volkslauf Nieder Erlenbach 10km

13245356_296207610710938_3951858889777883398_n (1)

 

Am 01. Mai 2016 um 09:30uhr war es endlich wieder so weit. Genau 16 Jahre nach meinem ersten Start der 2 Kilometer Strecke (im gesamten bin ich die 3 Jahre in Folge gelaufen) stand ich wieder in Nieder Erlenbach am Start. Dieses Mal aber sollten es die 10 Kilometer werden. Für mich war das also mehr als nur ein Lauf, es war ein Teil meiner Geschichte als Mensch und als Sportler, denn genau hier stand ich als kleiner 8 Jähriger Junge am Start meines ersten offiziellen Laufes und mit 10 gewann ich sogar meinen ersten Pokal. Jedes Jahr wenn ich dort war habe ich die 10Km Läufer bewundert. Was die dich für eine Kondition haben und wie schnell die sind obwohl die 5mal so viel gelaufen sind wie ich.

Aufwärmen: Da der Rundkurs auf 2mal 3,5Km und 1mal 3Km geplant war bin ich etwa 30min vor dem Start die erste Runde (3,5Km) langsam abgelaufen um
13221734_296207627377603_5598674974979861762_n mir mal anzuschauen wie die Strecke so ausschaut, wo es Engstellen gibt, wann welche Steigung kommt und bei welcher Stelle man mit dem doch recht starken Gegenwind zu kämpfen hat. Wieder Am Startbereich angekommen habe ich mich mit leichten Dehn- und Mobilitätsübungen warm gehalten und meine Konkurrenz in Augenschein genommen. Hmm…. Vertreten waren heute Läufer der Eintracht Frankfurt und Spiridon. Keine leichte Aufgabe, schließlich kenne ich die Vereine ja schon aus vorherigen Läufen.

Der Lauf: Der Startschuss fiel pünktlich um 9:30uhr und es ging in die erste 3,5km Runde. Die führte uns zu Begin erst mal über eine 400m Aschebahn in der ich mich mit 2 anderen Läufern direkt absetzen konnte. Das Absetzen der Masse war von mir aus zumindest für den Anfang so geplant, weil wir recht früh (schon im ersten Kilometer) an zwei Engstellen vorbei mussten welche wohl einen Zeitverlust in einem gruppierten Lauf bedeutet hätte. Nach etwa 2 Kilometer, an einer Stelle wo wir sowohl mit einem Anstieg als auch mit Gegenwind zu kämpfen hatten bemerkte ich einen Läufer in meinem Windschatten. Nachdem ich
BZ5A0255ihn fragte ob es denn gemütlich dort sei und er mir entgegnete „Ja, ist recht angenehm“, habe ich ihn an mir vorbei ziehen lassen. Mein Ziel war heute gewiss nicht eine bestmögliche Zeit hinzulegen sondern den Lauf zu genießen den ich mir vor 16 Jahren bereits erwünschte und diesen einfach entspannt und locker zu beenden. Bald kam dann auch schon der nächste Läufer von hinten, mit dem ich mich auch eine Weile unterhielt. Naja okay, er konzentrierte sich wohl aufs Laufen und ich habe ihn zu getextet. Hin und wieder habe ich dann auch mal für die ein oder andere Kamera posiert und mich mit den Zuschauern am Rand unterhalten. Ich finde, wenn man schon läuft, dann auch mal mit Freude. Vor allem wenn der Lauf für einen selbst eine solche Bedeutung hat wie dieser für mich. Nach etwa 2 Kilometern habe ich auch diesen Läufer den Vortritt gelassen und bald darauf kam ja auch schon wieder einer (irgendwo ist doch ein Nest!) Kein Problem dachte ich mir, soll er doch vor. Ich bin heute nicht wegen einer Zeit oder eines erzielten Platzes hier. Schließlich habe ich ja in 7-Tagen wieder einen Lauf wo das Team OCR Frankfurt (inkl. mir) auf ein Treppchen in der Teamwertung aus ist und da sollte ich möglichst fit sein). Die letzten 3 Kilometer hat es mich dann aber doch gereizt und ich wollte nochmal einen Schritt schneller machen. Einfach nochmal die letzte Person einholen welche an mir vorbei lief. Doch wo war der Läufer? Weiter Blick aber keine Menschen Seele zu sehen. Einfach in dieser Geschwindigkeit bleiben und schauen was passiert. Schneller ist bestimmt nicht gut für die Regeneration. Doch da, etwa 1,5Km vor dem Ziel habe ich den Läufer noch eingeholt. Der unfassbare Blick von ihm war Gold wert und sagte so viel wie „Junger Mann, es herrscht hier Gegenwind! Wieso ziehst du an mir vorbei als hätte dir das keiner mitgeteilt?“. Jetzt ging es Richtung Ziel und es hieß für mich bloß noch vor ihm bleiben. Wieder zurück auf der Aschebahn dachte ich mir, der ist bestimmt hinter mir und ich muss nochmal anziehen, dann bekomme ich sogar noch den nächsten Läufer vor mir. Doch ein Blick nach hinten verriet mir, da war keiner. Also bin ich im Tempo nochmal leicht runter und gemütlich ins Ziel eingelaufen wo auch schon die Fr. Hoos (Teil der Heimleitung und das auch schon zu meiner Zeit) auf mich wartete.

++ Alle Bilder im oberen Bereich des Berichtes sind Copyright bei seefeldt.fotograf.de ++
Vielen Dank an Herrn Seefeld für die Bereitstellung der Bilder

 

13254270_295623394102693_7366479487213974785_n

13227016_295623290769370_5210347072025498622_n

( Am Ende habe ich es tatsächlich sogar noch in meiner Altersklasse U30 auf den ersten Platz geschafft)

Bilder sowie ein kleiner Sonderbericht mit den Kindern der Kinderheimat Reinhardshof, welche bei den 2Km Läufen starteten folgen demnächst.

 

 

 


 

17. April > Weiltal Landschaftsmarathon

12321396_1138573449521005_4700532954700919040_n

Endlich war es so weit, der erste längere Wettkampf für das Jahr 2016 stand nun an und sehr pünktlich um 09:30uhr fiel der Startschuss.

Sehr lange habe ich diesen Lauf entgegen gefiebert und am Sonntag den 17. April, nach 9 Wochen spezieller Vorbereitung stand ich endlich am Start des Weiltalmarathons in Schmitten. Auch wenn ich schon beim Start wusste das ich heute nicht so viel reißen werde war es für mich doch eine Ehre hier stehen zu dürfen, mit der Gewissheit das Ding heute zu finishen. Wochenlang, zu jeder Uhrzeit habe ich mich genau an meinen Trainingsplan gehalten und war mir vollkommen sicher, dieser Lauf wird ein Kinderspiel. Naja, genau in den zwei Regenerationswochen hatte ich Probleme mit den Muskeln neben den sonrier rectoSchienbeinen bekommen und hatte damit auch beim Marathon zu kämpfen. Egal, Zeit zum jammern war vor dem Lauf. Jetzt wird gerockt! Schon auf den ersten Kilometern war mir klar, mein Vorteil liegt heute bei den Steigungen, denn da wo selbst gute Läufer gehend weiter mussten lies der Schmerz an den Schienbeinen nach und die Steigungen fühlten sich damit wie eine Erholung an. Schön war auch das auf steile Hügel eher flache Senkungen folgten. Für mich war damit klar, heute wird nicht um die bestmögliche Zeit gelaufen sondern der Lauf wird zur Party gemacht und die Streckenposten werden mit einbezogen. Jeder an der Strecke wurde von mir lauthals gegrüßt und wenn irgendwo Musik gespielt wurde, wurde mitgesungen und gefeiert. Die ersten 10 Kilometer waren so schon mal kein Problem und mit ein wenig Apfelschorle als Tankfüllung gingen auch die weiteren 15 km locker weiter. Bis hier hin war ich auch zum großen Teil alleine unterwegs. Weit genug weg von allen anderen Läufern um sich wie im Training zu fühlen und doch nah genug dran um sich bei sonrier kurvaAbzweigungen an ihnen zu orientieren. Genau bei KM 15 gab es dann das erste Energiegel (klein) für mich, was taktisch sehr gut geplant war. Zum einen wusste ich, wenn ich noch ein Kilometer gewartet hätte dann wäre der Leistungseinbruch nicht sehr weit und zum anderen sah ich das die vorderen Läufer langsamer wurden und ich konnte sehr bald an einigen von ihnen vorbei ziehen als wäre nichts gewesen. Die Kilometer 15 bis 30 waren so einiges aber sicher kein normaler Marathon. Beim Vorbeilaufen an den Streckenposten mussten die sich doch sehr Humorvolle um nicht zu sagen blöde Sprüche anhören. Ob es jetzt ein „Dein Kollege ist unfreundlich, der grüßt nicht“ mit trauriger Miene zu einem Polizisten oder die obligatorische Reaktion „och mano, schade. Ich wollte aber da jetzt hoch“ auf die Aussage „Es geht hier links runter“ zu einem Streckenposten war, jeder hat irgendwo seinen Spruch bekommen. So bei Kilometer 20 standen sehr viele Leute, ein Herr mit einem Mikro der mich sehr freundlich ankündigte und Boxen aus denen gute Musik in angemessener Lautstärke ertönte. Hier war für mich klar gewesen, es wird mitgesungen und sich beim Laufen auch zur Musik bewegt. Ich denke mal bei dem ein oder anderen werde ich in Erinnerung bleiben und bei der nächsten Aktion hoffe ich mal, man spricht auch noch darüber damit wir nächstes Jahr eine weitere Marathonläuferin begrüßen dürfen. So bei Kilometer 22 war es etwa, da unterhielten sich 2 Frauen, eine in meinem Alter, eine geringfügig ältere. Die Ältere von beiden fragte die jüngere „warum läufst du denn eigentlich nicht mit?“ und da ich die halt mitbekam brüllte ich direkt los „Ja, was soll denn der scheiß?“ sie schaute sehr verdutzt „Wieso läufst du nicht mit?“ und die Personen drum herum mussten lachen. So macht Laufen spaß, es ist halt mehr als nur ein Fuß vor den anderen zu setzen. So, jetzt ging es dann langsam Richtung Ziel. Meine Energie war noch mehr als ausreichend und es waren nicht mal mehr ein Halbmarathon zu laufen also ging es dann mal an die Aufholjagt. Vor mir erschienen dagolnn auch die ersten Läufer/innen und mein Jagtinstinkt wurde geweckt. Ich fragte mich jetzt aber warum so viele Leute jetzt aber vor mir erschienen aber nach den ersten paar Läufer/innen war es mir klar, ich holte gerade einige der 22km Läufer ein. Das war nicht das Ziel meines Vorhabens und so machte ich sehr schnell zwei Marathonis aus. Ich war jetzt bei KM 30 und es wurde Zeit für das große Gel, was mir zudem bei der Aufholjagt helfen sollte. Aber sobald ich meine copaGeschwindigkeit erhöhte sind auch die beiden vor mir schneller geworden. 7 Kilometer versuchte ich die beiden zu erreichen, doch trotz gehender Trinkpause welche sie einlegten war es nicht möglich die beiden zu überholen. Erst 3 Kilometer vor dem Ziel war bei ihnen der Akku leer und ich konnte bequem an ihnen vorbei. Anders hätte ich absolut keine Chance gehabt. Nochmal glück gehabt. Nun die letzten 3 KM ballern, ein Kopf an Kopf Endsprint mit einem anderen Marathoni und ab ins Ziel dafür. War ein sehr schöner Lauf mit einer Platzierung mit der ich recht zufrieden bin
Zeit: 3:11:44 / Gesamt: 22. / AK-20: 2.

So im nachhinein fällt mir auch ein, ich hätte irgendwann vor dem Marathon auch mal was essen sollen oder so. Ayo, dann bin ich den Lauf halt nüchtern angegangen und habe ihn mit ein paar Schluck Apfelsaftschorle und 2 Energiegels gepackt. Ist auch oke ?

 

Zitate von Läufern:

Facebook:

a) Ich nehme lieber beim HH Marathon teil
b) der ist doch ein Witz gegen den hier im Taunus
a) genau deshalb ja, der ist mir zu schwer. Nächstes Jahr bin ich villt. dabei

Facebook (Christian):
„War da heute auch. Zum ersten Mal . Ein echt anstrengendes und welliges Waldwegeprofil. Bin geschlaucht und schlapp.

Meine Meinung:
Dieser Marathon ist mit keinem der städtischen Marathons vergleichbar. Ob Barcelona, Berlin, Hamburg oder Frankfurt. Bei diesem Marathon kann man absolut nichts berechnen oder planen. Entweder läufst du wie ich im Flow oder nach Leistung mit der Herzfrequenz. Auf jeden Fall ist dieser Lauf aber ein Erlebnis und das Starten hat sich mit jedem Kilometer gelohnt.

 

Ein großes Dankeschön möchte ich auch wieder an Fabian Raschke richten, der mit mir die vorletzte Woche des Marathonplans durchgegangen ist und ihn mit mir meinen Arbeitszeiten angepasst hat. Ein Mann auf den Verlass ist! Im Ziel auch erstmal schön mit einem Siegerbier angestoßen. Prost!

 


27. März > Organisierter Trainingslauf 50km

12347864_917031581751192_1647038063661553370_n

,,Was lange währt wird endlich gut“ oder ,,Enjoy your day“ waren wohl die beiden passenden Bezeichnungen für den letzten März-Sonntag. Nachdem die Jamie am 01. März erwähnte das sie doch gerne mal auf längeren Distanzen laufen möchte und das am besten im Bereich des Ultras habe ich ihr natürlich direkt meine Hilfe angeboten. Zu Beginn  stand aber erstmal das saubere Aufbauen der Belastungsfähigkeit auf dem Plan wozu ich ihr die wichtigsten Tipps gab, die wohl auch jeder Neueinsteiger in jedem anderen Ziel des Laufsports kennt. (Welche Tipps das sind? fragt mich doch einfach ? ).

Die Vorbereitung: Nachdem klar war das ich nun zu einem Trainings-Ultra einlade mussten ein paar Fakten her. Die Gewünschte Distanz musste zu meinem Trainingsplan passen und 12241482_270958936569139_3218517093058919983_ndurfte dennoch nicht zu groß gewählt sein um die Anforderung gerecht zu halten und obwohl der Lauf im Hochtaunus stattfand durften die Höhenmeter nicht zu extrem ausfallen. Sie sollten vor allem gegen Ende des Laufes wieder fallen um den Leistungsabfall gegen Ende zu kompensieren. Desweiteren wollte ich vermeiden Streckenabschnitte doppelt zu laufen um eine Eintönigkeit zu verhindern. Ich denke mal, das ist mir auch aufgrund der vielen Aussichts- und Weitsichtspunkte gelungen die wir angelaufen sind. Nachdem ich also alle Daten beisammen und mit Jamie abgesprochen habe durfte ich mich an eine weiter wichtige Komponente machen: Weitere Läufer finden bei denen ich weiß, sie sind fit genug für einen Ultra.

 

Der Trainingstag: Am 27. März und fast pünktlich um 11:30uhr ging es dann endlich los. Bevor wir aber starteten informierte ich die kleine Gruppe (4 Personen inkl. mir) nochmal kurz über die Spielregeln (z.B. Das das Tempo des langsamsten Läufers gehalten wird) und wie ungefähr unsere Streckenführung ist. Der Start war bewusst die ersten 7 Kilometer von Oberursel nach Bad Homburg mit einer negativen Höhenbilanz gewählt um sich dort erstmal warm zu laufen. In Bad Homburg angekommen ging es direkt in den von Wettkämpfen bereits bekannten Stadtpark der aufgrund seiner 12924548_917032078417809_1072956363626856631_nkleinen aber doch sehr nervigen Steigung Erinnerungen wach rief und für Gesprächsstoff sorgte. Vom Stadtpark führte uns der Weg jetzt in den nahe gelegenen Hardtwald den ich der Gruppe (größtenteils Hindernisläufer) aufgrund seines Hindernisparcours  wärmstens als Trainingsgebiet empfehlen konnte.

Jetzt ging es eine Weile ohne Erinnerungen aber dafür mit ner Menge Gesprächsstoff und positiven Höhenmetern quer durch den Wald zur (von vielen bekannten) Saalburg / Lochmühle in Wehrheim. Diese sorgte natürlich dann wieder für den ein oder anderen Spaß und Gesprächsstoff, der das Baum an Baum gereihe der letzten 8 Kilometer wieder gut machte. Die Höhenmeter sollten die folgenden Kilometer noch anhalten aber im Anschluss wartete eine Aussicht auf uns die das ganze mehr als nur wieder gut machte. PanoramaOben angekommen gab es nicht nur ein Blick über die Felder zu den Bergen und den Städten die wir noch passieren sollten, ab hier fing dann auch noch ein kurzer Trail in guter alter „downhill“ Manier an. Bei dem vor allem unsere Teilnehmerin und Ultraläuferin Esther Delp  (2. Frau – Jockertrail 2016) voll in ihrem Element war und kurzerhand vor gerannt ist. Naja, wem will man es denn auch verübeln. Schließlich steckt doch in uns allen noch12439471_917031951751155_7834070786823351544_n das Kind was unbedingt wieder raus will. In diesem Sinne, Lauf! Ab jetzt waren wir auf meiner Heimatstrecke, wo ich die Distanzen von jeden beliebigen Punkt A zu jeden Punkt B auf 10 Meter genau sagen kann, was in der Gruppe auch sehr amüsant nach der Frage, wie weit ist es bis zum
Punkt B rüber kam. Nach einen kurzen Abstecher durch den Wald nach Westerfeld in
Neu Anspach, bei dem auch der Ausblick am Ende mehr als Gold wert war sind wir weiter Nach Usingen gelaufen, wo es einen kurzen Boxenstop gab um seine Getränke- und Energievorräte wieder aufzufüllen. Während für mich über die gesamte Dauer eines längeren Laufes das Optimum an Nahrung an oberster Stelle steht (Vitamine, Mineralien und gesund) haben andere hier ihre Schokowaffeln und Gummibärchen ausgepackt was für mich neu und die Verträglichkeit äußerst interessant war. Fazit, zwei von drei Läufern haben die Nahrung vertragen und ich bleibe dann doch lieber bei meinen Fruchtbrei und Riegel.

 

Die letzten Kilometer: Wer lä12919699_270941636570869_3975573448377324859_nngere Läufe kennt der weiß, die letzten Kilometer sind die12049654_917038798417137_7181328263890044355_n härtesten. Hier will der Körper oftmals nicht mehr und der Geist ist gefragt. Diese Kilometer werden im Kopf gelaufen, der Körper geht auf Autopilot und wir funktionieren bloß noch. Aber genau dafür habe ich vorgesorgt. Zum einen ging es hier wie zu Anfang beschrieben bloß noch in die negative Höhenmeter und zum anderen habe ich das Gruppenbild genau für diesen Abschnitt vorgesehen. Zudem war der Weg so gewählt das vor allem die Ultra-Einsteigerin Jamie diesen Weg zum Großteil kannte und abschätzen konnte wie weit es noch bis zum Ziel ist. Mit diesen kleinen Tricks wollte ich die Psyche der Läufer stärker machen um den geschafften Körper zu entlasten. Ich denke mal, das ist mir gelungen.

 

 

 

Zitate und Eindrücke der Teilnehmer:

 

 

Jamie: ,,Papa Dominic geleitete uns d12376853_270941843237515_708429448210646483_nurch den Wald und auch über den
verhassten Asphalt, den meine Beine nicht so toll finden. Ich schaffte es endlich mal laufen zu essen, nach km 30 ging das nur noch gehend. Es lief eigentlich ganz gut und Spaß hatte wir auch noch. An einem Friedhof wurde fleißig Wasser nachgefüllt. Die letzten 10km mimimite ich so vor mich hin. Es tat nur noch weh und eine 6er Pace kam mir plötzlich zügig vor.“

 

 

 

 

 

est

Esther: ,,Grandioser Osterspaß ? Tolle Tour zu viert durch den Taunus gehabt ? 50km/700HM und damit meinen ersten 50km-Trainingslauf gerockt ? „

,,Vielen Dank für den tollen Lauf ? War echt super! Und so langsam gewöhne ich mich an die Asphalttreterei ;P

(leider war sie zu schnell für ein Bild beim Laufen)

 

 

Bert: // ,,…12803091_270941959904170_2923893376426715499_nWar aber schon was Besonderes: 49km als Training – angenehm verrückt.“  ihm gehört zudem mein besonderer Respekt, denn Bert ist ein Triathlet und Ultraläufer jenseits von gut und böse. Der Lauf hat ihn sichtlich Spaß bereitet aber genau wie bei mir ist es bei ihm eine Standartdistanz. Bert, du bist der Burner. Mach weiter so!

 

 

 

 

 

Dominic: Meine Uhr spricht12919700_271670946497938_1626824379450695566_n für mich und ich bin glücklich das der Lauf so gut funktionierte. Das sowohl die Strecke vom System her das schaffte was ich geplant habe und das meine Tricks die ich für die Psyche der Läufer angedacht habe so gut anschlugen. Ein sehr cooler Ostersonntag.

 

 

 


 

 

 

13. März > Frankfurt Spiridon Halbmarathon

4 

Am 13.  März war es endlich so weit, der erste offizielle Halbmarathon2 ohne Hindernisse den ich jemals absolviert habe. Es gab schon einige längere Läufe und kürzere sowieso aber diese 21,095km waren eine ganz neue Erfahrung für mich. Als ich um 08:00uhr aus der Bahn ausstieg überkam mich wieder das Gefühl, ein Gefühl welches wohl nur Läufer kurz vor einem Wettkampf kennen. Das Adrenalin steigt im Blut, man fühlt sich als könnte man Bäume ausreißen und man sieht die Welt plötzlich wieder mit ganz anderen Augen.  Es waren noch 2 Stunden bis zum Start und trotzdem war hier schon alles voller Läufer. Krass, wieviele wohl teilnehmen werden dachte ich mir. Überall sah ich diese Leute mit dem Ausdruck im Gesicht, diesen Ausdruck heute alles zu geben und die eigene Bestzeit zu vernichten. Überall gingen und an jeden Fleck standen sie, die Trikots aus den bekannten Laufvereinen, Läufer die sich selbst besiegen und dem Team eine Ehre erweisen wollen. Heute bin ich das erste Mal auch mit einem sochen Trikot, mit einem solchen Verein oder besser gesagt mit einer solchen Laufgruppe unterweg. Das Team mit dem ich starte, wir sind OCR Frankfurt. Von der Bahn ging es also zur Arena wo der Start sein sollte. Es waren noch 2 Stunden bis zum Start und die Tore noch verschlossen. Mein Gedanke3 hat sich aber nicht geändert. Krass, so viele Läufer und es werden immer mehr. Einfach nur wow. Den ersten OCR`ler habe ich bereits gefunden doch da kommen sicher noch einige mehr. Die Tore gehen auf und alle strömen rein, die Musik geht an und ich bin in Partylaune. Ehrlich, ich mache mir
überhaupt keine Sorgen, ich weiß ich laufe das Ding, ich bin super vorbereitet, die Ernährung hat gepasst und ich bin gesund. Nach 2 Std. und viel 5gequatsche geht es dann endlich los. Meine Taktik für den Lauf habe ich vom Fabian Raschke, demChef vom OCR Frankfurt bekommen.

 

 

10157144_267064880291878_1344073114426422674_nEr sagte mir ich soll das Ding in 1std und 28min beenden. So lange kräfte Sparen wie es geht und dann ab KM 15 so richtig rennen, raus aus den Reserven und gib ihm. Also wurde das auch so gemacht … oder sollte so gemacht werden. Die ersten 6km bin ich mit einer Pace von 3:54 gelaufen, doch der Blick auf meine Uhr sagte mir, nein. Du sollst langsamer laufen was mir echt schwer viel aber Fabian wusste sicher was er mir sagte und ich bin in ein sehr gemütliches Pensum gefallen. Die erste Zeitnahme, 10km in 41min. Hmm… schade, da wäre sicher mehr gegangen. Hätte ich das gewusst, das hier ne Zeit genommen wird, dann hätte ich sicherlich meine 10km Zeit vom 02. Januar zerstört und wäre dann in das langsa943837_267064793625220_88017223807961741_nme Tempo gegangen. Naja, egal jetzt und weiter. Hin und wieder fingen andere Läufer jetzt an in den Spaziermodus zu fallen und waren damit weg von ihrer pB (persönliche Bestzeit), vielleicht war es aber auch ihr erster Halbmarathon und es gab sowieso keine Bestzeit, obwohl mir das egal sein kann dachte ich darüber nach was mit ihnen los sei. Naja oke, weiter. Nun ging es runter ans Mainufer, hahaha, geil. Genau meine Trainingsstrecke. Hier kenne ich jede kleine Unebenhheit, jeden Stein und weiß wo man zu laufen hat um effektiv zu bleiben. Ich überhole hier gerade einen Läufer nach den anderen. So muss das aussehen ;). Hin und wieder lieferte ich mir ein Kopf an Kopf rennen mit anderen aus meinem Team, die mir am Ende aber doch weg rannten. Egal, deren Ambition war die eigene Bestzeit, meine Ambition waren 1std und 28min und da war ich super in der Zeit. KM 15 jetzt wird gepowert …. KM 16,3 …. 10409560_267064810291885_2624540114604389208_nMist, der Abstand von Koffein und Lauf war nicht groß genug und der Magen will mir den Lauf ruinieren. Ne, is nich. Jetzt heißt es die Pace zu halten, es sind noch 5km das muss der Magen ja wohl mitmachen. Jeder hat mit irgendwas zu kämpfen also durch jetzt. 1…2…3…4…5km wo zum Henker ist das Ziel? Wir laufen hier um die Arena und da passiert als nichts. Doch da die Erlösung, es geht durch einen Tunnel in das Fußballstadion. Oke, zwei Läufer neben mir und einer will jetzt einen Sprint starten. Nicht mit mir denk ich mir und setze jetzt auch an. Seine Ausstrahhung sagte mir alles. „Wow, wo nimmt der jetzt10363848_267064930291873_1289415349428549571_n noch diese Energie her? Den bekomme ich nicht“ und damit war mein Ziel der Demotivation erreicht. Ab ins Ziel, Uhr stoppen Uuuund 1std und 27min. Ziel erreicht. Die Zeit ist oke und ich sehr zufrieden. Der Testlauf für den Marathon am 17.04. war ein super Erfolg, trotz schwierigen Bedingungen die ich mikr selbst durch Koffein eingebrockt habe. Alles in allem ein super Lauf der echt viel spaß gemacht hat und an den ich noch lange denken werden.

 

10600644_267084336956599_5589940089840304596_n  936635_267064693625230_3269391937554147565_n 12193602_267064763625223_1614280652115628275_n

 

 

 

(alle Startplätze waren vergeben. Somit bin ich für Fabian Raschke gestartet der leider oder zum Glück verhindert war)

 

 

 


 

 

02. Januar > Jügesheim Winterlaufserie 10km

 

1aAm 02.Januar startete ich zum zweiten Mal auf der Strecke der Winterlaufserie in Jügesheim. Obwohl wegen vorherigen und immer noch anhaltenden Verletzungen kein super Ergebnis zu erwarten war und das regnerische Wetter und der damit einhergehende Matschige Boden diese Einsicht nicht unbedingt ins Positive änderte bin ich mit der Ankündigung, diesen Lauf in unter 40min zu machen an den Start gegangen. Um die Anlaufschmerzen im Lauf selbst zu umgehen bin ich im Vorfeld schon mal die 10km gelaufen und war dementsprechend schon vor dem eigentlichen Lauf vorbelastet aber auch das war mir egal, ich wollte dennoch die 40min am anfang des Jahres knacken.

Start: Wie bei jedem Wettkampf suche ich mir einen Pacemaker raus, an den ich mich die ersten Kilometer halte. Dabei achte ich besonders auf Teamtrikots und Alter sowie Geschlecht des Läufers. Mein potenzieller Pacemaker war schnell ausfindig gemacht und im ersten 1Kilometer stellte sich heraus das ich eine gute Wahl traf aber im selben Kilometer war er auf einmal weg. Er musste sich die Schuhe binden und ich stand auf einmal alleine da. Toll! Vor mir bloß noch Läufer die weitaus stärker sind als ich und somit wäre es echt dumm sich an diese ran zu hängen, wenn ich den Lauf auch beenden will. Gut, was nun? Eine alternative musste her! Schnell! Wenn vor mir also keiner mehr ist den ich jagen kann, dann werde ich halt gejagter.

 

Ich stand mit einem Team von Hindernisläufern am Start und mein Ziel war es jetzt erster von uns zu werden. Ab Kilometer 5 hörte ich das erste mal ein Schnaufen hinter mir, ein anderer Läufer. Aus meinem Team? Na hoffentlich nicht. Jetzt aber mal einen Zahn zu legen. Doch keine Chance, er überholte mich. Gott sei dank, ein anderes Team und wie er rennen kann, unglaublich. So ging es mir noch mit 2 anderen Läufern die nächsten 3 Kilometer. Was? noch 2 Kilometer? Da geht noch was! Ich mobilisiere jetzt meine Reserven und unglaublich, da war der Läufer der mich zuerst überholte und ich zog an ihm vorbei wie er vorher noch an mir. Kurz darauf sah und überholte ich noch die anderen beiden Läufer welche einen Blick von „Respekt Junge“ und Unglaubwürdigkeit hatten. Das nasse und doch recht kühle Wetter war mir schon lange egal, das ich keinen Halt auf 2bden Matsch fand verlor an jeglicher Bedeutung. Ich schwebte über den Boden, mir ging es als hätte ich im Lotto gewonnen und die Welt schien anzuhalten, einzig um diesen Moment zu genießen. Vor mir erscheint das Ziel… Alles oder nichts, jetzt wird gesprintet. Im Ziel angekommen und die Zeit? Mist, nicht auf die Uhr geschaut.

 

Im Nachgang habe icherfahren das ich eine Brutto-Zeit von

39 Minuten und 58 2Sekunden hatte. Meine Netto-Zeit war sogar nochmal 8 Sekunden schneller. Ziel erreicht. Schöner konnte der Start in das Jahr 2016 gar nicht anfangen.

 

 

 

 

Voraussichtliche Wettkämpfe bis Juli 2016:

05. Juni > Rats Runner (OCR) 20km (Zum Wohle des Spendenlaufes abgesagt)